Reni Katz
(* 18. Februar 1903, Eisenach)
geb. Ochs
Nach ihrer Schulzeit und einer Ausbildung lernte Reni den aus Bebra stammenden Walter Katz kennen und lieben. Mitte der 1920er Jahren haben beide geheiratet, lebten zunächst in Eisenach und am 26. November 1928 kam der gemeinsame Sohn Alfred Katz zur Welt.
1930 übernahm Walter das Geschäft seines Vaters, wofür die junge Familie von Eisenach nach Bebra umzog. Dort ging Alfred zur Volksschule bis Juden der Besuch öffentlicher Schulen untersagt wurde.
Als die Lage immer unerträglicher wurde, ging die Familie 1939 nach Köln, um der Großstadt ein anonymeres und ruhigeres Leben führen zu können. Doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht.
Am 30. September 1941 wurde die gesamte Familie von Köln aus in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, wo ihr Walter 1942 im Alter von 46 Jahren verstarb. Reni und ihr Sohn Alfred wurden am 30. Juni 1944 in das Vernichtungslager Kulmdorf deportiert und dort ermordet. Reni wurde 41, Alfred nur 15 Jahre alt.
Renis Stolperstein befindet sich vor ihrem Elternhaus in der Stolzestraße 5.
Recherche:
F. Rothe
Text:
F. Rothe
A. Lambrecht
Bilder:
F. Rothe

