Max und Irma Blumenthal

Max Blumenthal
(* 26. Dezember 1882, Schubin)

Irma Blumenthal
(* 16. Januar 1898, Lemgo)
geb. Michaelis

Als Sohn von Salomon und Wilhelmine Blumenthal kam Max Blumenthal 1882 im westpreußischen Schubin zur Welt und hatte viele Geschwister.
Irma Michaelis wurde 1898 in Lemgo geboren; ihre Eltern waren Albert und Frieda Michaelis, die neben Irma noch zwei weitere Kinder hatten.

Ebenfalls in Lemgo lernte Irma später Max Blumenthal kennen, den sie im Mai 1921 ebendort heiratete. Im selben Jahr zog das junge Ehepaar dann nach Eisenach; zunächst in ein Haus am Ofenstein und ab 1925 in die Stolzestraße 10 nahe des Hauptbahnhofs.
Nachdem Irmas Vater gestorben war, zog 1935 auch ihre Mutter aus Lemgo nach Eisenach in die Karolinenstraße.

Ab 1938/39 lebte Max und Irma Blumenthal in der Stolzestraße 5, einem der sog. Judenhäuser der Stadt – Häuser, in denen viele Juden und Jüdinnen auf engstem Raum zusammenleben mussten, nachdem sie ihre bisherigen Wohnungen und Häuser verlassen mussten.
1939 wurde außerdem gegen Max eine Sicherungsanordnung verfügt.

Max Blumenthal, seine Frau Irma sowie deren Mutter Frieda Michaelis wurden am 19. September 1942 aus Eisenach deportiert. Irma starb in Auschwitz, ihr Mann Max wurde 1944 im KZ Theresienstadt umgebracht.

Vor dem früheren Judenhaus in der Stolzestraße 5 erinnern seit 2013 zwei Stolpersteine an das Ehepaar Blumenthal.

 

Recherche:
F. Rothe

Text:
F. Rothe
A. Lambrecht

Bilder:
F. Rothe