Frieda und Samuel Kis

Samuel Kis
( * 10. April 1882, Darkony Miskolz)

Frieda Kis
( * 16. Juni 1889, Nentershausen)
geb. Emanuel

Samuel Kis wuchs im österreich-ungarischen Darkony Miskolz auf, wo er 1882 geboren wurde, während Frieda Emanuel 1889 im hessischen Nentershausen zur Welt kam und aufwuchs.

Wann genau sich Samuel und Frieda kennenlernten, ist unbekannt. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs haben sie aber zunächst einige Zeit in Erfurt gewohnt, ehe sie nach Eisenach zogen. Jedenfalls wurden die beiden gemeinsamen Söhne Jakob Heinz (*1914) und Alfred (*1921) beide noch in Erfurt geboren, ehe die Familie in die Eisenacher Wörthstraße 45 (heutige Karl-Marx-Straße) zog.
Die Söhne wuchsen in Eisenach auf und besuchten hier die Schule. Samuel Kis verdiente mit einer Manufakturwarenhahndlung in der Georgenstraße 12 den Lebensunterhalt für die Familie.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten unternahm Familie Kis einen Versuch, ins Ausland auszuwandern, was jedoch nicht gelang.
Im Jahr 1936 konnten die beide Söhne Jakob Heinz und Alfred erfolgreich nach Palästina auswandern, mussten dabei aber ihre Eltern zurücklassen.
Sie sollten sie nie wieder sehen.
Das Ehepaar Kis wurde am 9. Mai 1942 deportiert – kurze Zeit später wurden sie im Ghetto Belzyce ermordet.

Ihre Stolpersteine liegen in der Karl-Marx-Straße an der Stelle, an der einst ihr Wohnhaus stand.

Recherche:
F. Rothe

Text:
F. Rothe
A. Lambrecht

Bilder:
F. Rothe