Familie Kuh

Rudolf Kuh
(* 11. April 1890, Tiefenort)

Ilse Kuh
(* 7. Oktober 1897, Eisenach)
geb. Heilbrunn

Ursula Kuh
(* 7. Mai 1925, Eisenach)

Rudolf Kuh stammte gebürtig aus Tiefenort, wo er 1890 als Sohn von Siegmund und Ida Kuh das Licht der Welt erblickte.
Nach dem Schulabschluss erlernte er den Kaufmannsberuf.

Ilse Heilbrunn war die Tochter von Julius und Mathilde Heilbrunn und wurde im Oktober 1897 in Eisenach geboren, wo sie u. a. am Karolinenlyzeum am Theaterplatz zur Schule ging.

Nach ihrer Hochzeit 1922 zogen Rudolf und Ilse in das Haus Karlstraße 53, wo seit dem Mathilde Heilbrunn seit dem Tod ihres Mannes 1918 allein lebte und dessen Schuhgeschäft fortführte. Das Geschäft wurde nun von Rudolf und Ilse Kuh übernommen.
Am 7. Mai 1925 kam die gemeinsame Tochter Ursula Kuh zur Welt, die ebenfalls am Karolinenlyzeum zur Schule ging.

Auf Druck der Nationalsozialisten musste 1938 das Schuhgeschäft aufgegeben und 1939 das Haus an den deutschen Elektromeister Walter Thomas verkauft werden. Die Familie stellte daraufhin einen Ausreiseantrag, dem jedoch nicht entsprochen wurde.

Am 9. Mai 1942 wurden Rudolf, Ilse und Ursula aus Eisenach ins Ghetto Belzyce deportiert – dort wurde die Familie ausgelöscht.

Großmutter Mathilde Heilbrunn kam ein Jahr später in Auschwitz um.

Recherche:
F. Rothe

Text:
F. Rothe
A. Lambrecht

Bilder:
F. Rothe